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Führung, die wirkt – bevor sie fordert. Ein Kapitel aus dem WEFF-System-Buch.

Auf vielfachen Wunsch gebe ich hier ein Kapitel aus meinem Buch „Das WEFF-System – Konkrete Ergebnisse. Strukturierte Führung. Maximale Klarheit." wieder.


Es erscheint voraussichtlich im April 2026 – nach mehr als drei Jahrzehnten Führungspraxis, über 6.000 Coaching-Sitzungen und einer Menge unbequemer Fragen, auf die das System eine Antwort gibt.


Das folgende Kapitel erklärt, woher das WEFF-System kommt.


Es mag Ihnen stellenweise aus dem Zusammenhang gerissen wirken – das ist nachvollziehbar.


Der vollständige Kontext entsteht im Buch. Hier lesen Sie den Anfang.


Hier startet das Kapitel "Woher das WEFF-System kommt":



Das WEFF-System ist nicht am Schreibtisch entstanden.

Es ist auch nicht aus einem Modell heraus entwickelt worden.


Es ist gewachsen.


Rückblickend lassen sich seine Wurzeln erstaunlich früh erkennen.


Als Kind und Jugendlicher im Fußball habe ich unterschiedliche Trainer erlebt. Die einen gaben Anweisungen. Klare Kommandos, klare Forderungen. Andere formulierten Wünsche, erklärten Zielbilder, holten junge Spieler emotional ab. Interessanterweise waren es nicht die lauteren Trainer, die langfristig wirkten, sondern die berechenbaren. Auch dort gab es Regeln. Auch dort gab es Konsequenzen. Der Unterschied lag nicht in der Strenge, sondern in der Art der Führung.


In der Schule setzte sich dieses Muster fort. Alle Lehrer hatten Erwartungen. Alle kannten Sanktionen. Und doch waren manche respektierter als andere. Nicht, weil sie nachsichtiger waren – sondern weil klar war, woran man ist. Hausaufgaben wurden erwartet. Nicht gewünscht. Aber sie wurden vorher sauber kommuniziert. Der Unterschied lag nicht in der Konsequenz, sondern im Weg dorthin.


Als Mitarbeiter waren mir später jene Führungskräfte am liebsten, die sich etwas von mir wünschten. Nicht, weil sie nichts eingefordert hätten – sondern weil sie mir Verantwortung zutrauten. Der Rahmen war klar. Die Leitplanken gesetzt. Ergebnisse mussten geliefert werden. Aber der Einstieg war Vertrauen, nicht Druck. Diese Erfahrung hat mich geprägt.


Als ich selbst Führungsverantwortung übernahm – unter anderem als Filialleiter einer deutschen Großbank – begann ich, dieses Muster bewusst zu leben. Ziele wurden zunächst gewünscht. Ursachen besprochen, wenn es nicht lief. Unterstützung angeboten. Und dann, wenn nötig, Erwartungen klar formuliert. Nicht sofort fordern. Aber auch nicht ausweichen.


Eine besondere Szene aus dieser Zeit ist mir bis heute sehr präsent. In einer Teambesprechung, mein eigener Vorgesetzter war anwesend, ging es um Zielabweichungen in meinem Verantwortungsbereich. Mein Chef äußerte sinngemäß, ich würde von meinem Team wohl zu wenig fordern. Ein Mitarbeiter zögerte kurz und sagte dann ruhig:


„Herr S., wenn sich Herr Wilhelm etwas von mir wünscht, weiß ich, dass dieser Wunsch erfüllt werden sollte. Fordern muss er nichts. Wir sind dran an dem Thema."


In diesem Moment wurde mir klar, was Führung leisten kann, wenn sie berechenbar ist. Nicht weich. Nicht hart. Sondern klar.

 

Später, als Coach, Trainer und Leiter eigener Teams, begegnete mir die andere Seite. Mitarbeitende, die kündigten, weil sie müde waren. Nicht von Leistung – sondern von Dauerforderung. Von Launen. Von Unberechenbarkeit. Immer wieder dieselbe Rückmeldung:


Es wird nur gefordert. Ohne Struktur. Ohne System. Ohne klare Abfolge.


Gleichzeitig saßen mir Führungskräfte gegenüber, die ehrlich ratlos waren. Gute Menschen. Engagiert. Verantwortungsbewusst. Und doch mit der gleichen Frage:

„Was soll ich denn jetzt noch machen?"


Aus diesen Erfahrungen – als Schüler, Spieler, Mitarbeter, Führungskraft, Teamleiter, freiberuflicher Coach und Mentor – ist das WEFF-System entstanden. Nicht als Konzept. Sondern als Antwort.


Später, in meiner European-Business-Ausbildung, habe ich vieles davon theoretisch wiedergefunden. Eskalationslogiken. Verantwortungsklarheit. Verhaltenspsychologische Zusammenhänge.


Die Theorie erklärte, was die Praxis längst gezeigt hatte. Nicht umgekehrt.


Was Sie hier gelesen haben, ist kein Rückblick – es ist die Begründung für ein System, das in der Praxis funktioniert, weil es aus ihr entstanden ist.


Das WEFF-System beschreibt vier Stufen: Wunsch, Erwartung, Forderung, Folge. Es zeigt, wann welche Stufe angemessen ist, wie die Abfolge konsequent wirkt – und warum Führungskräfte scheitern, die direkt auf Stufe drei beginnen.


Das vollständige Buch liefert die Methodik, die Fallbeispiele und die Werkzeuge zur eigenständigen Umsetzung.


Zwei Möglichkeiten, weiterzumachen:


Vorbestellen Sie das Buch direkt bei mir – Sie erhalten es zum Erscheinungstermin. Oder stellen Sie mir jetzt eine Frage. Ich antworte persönlich.




 
 
 

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